Eine Immobilie zu erben, ist oft mit Emotionen, aber auch Unsicherheiten verbunden. Besonders wenn es sich um ein Elternhaus handelt oder mehrere Erben beteiligt sind, ist der Umgang mit dem Erbe nicht immer einfach. Bevor man entscheidet, ob man verkaufen, vermieten oder selbst einziehen möchte, sind einige wichtige Schritte zu beachten.
Erbe annehmen oder ausschlagen?
Zunächst steht die Frage: Erbe annehmen oder ausschlagen? Diese Entscheidung sollte gut überlegt sein, denn mit der Immobilie gehen auch Verbindlichkeiten, Instandhaltungspflichten oder laufende Kredite einher. Eine Sichtung des Nachlasses sowie ein Blick ins Grundbuch und auf mögliche Belastungen geben erste Hinweise zur Werthaltigkeit.
Eigentumsverhältnisse und Erbschein
Ist die Erbschaft angenommen, folgt die rechtliche Klärung der Eigentumsverhältnisse. Dazu ist ein Erbschein notwendig, um sich ins Grundbuch eintragen zu lassen. Ohne diesen Schritt können keine rechtlichen Verfügungen über die Immobilie getroffen werden.
Erbengemeinschaften koordinieren
Gerade bei mehreren Erben (Erbengemeinschaften) ist eine klare Kommunikation wichtig. Alle Entscheidungen – etwa zum Verkauf – müssen einstimmig getroffen werden. Ein professioneller Makler oder Mediator kann helfen, Konflikte zu vermeiden und realistische Verkaufsziele zu definieren.
Zustand der Immobilie prüfen
Neben der rechtlichen Abwicklung ist der bauliche Zustand entscheidend. Eine objektive Bewertung durch einen Gutachter oder Makler hilft, den tatsächlichen Marktwert zu ermitteln. Zudem sollte geprüft werden, ob Renovierungen nötig sind – dies beeinflusst sowohl den Verkaufswert als auch die Verkaufsdauer.
Fazit – Erbschaft richtig angehen:
• Erbschaft gut prüfen, bevor man sie annimmt
• Erbschein ist notwendig für rechtliche Schritte
• Einstimmigkeit in Erbengemeinschaften erforderlich
• Immobilienbewertung schafft Klarheit über den Marktwert
• Beratung durch Fachleute schützt vor Fehlentscheidungen





